Badminton - Aktuelle Meldung

03.03.13  |  Badminton  

Zweite Mannschaft im Abstiegsstrudel – 3:5 gegen Fulda 1

Im Duell der Kellerkinder musste die zweite Mannschaft des KSV eine herbe Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf einstecken. Mit einer Punkteteilung oder gar einem Sieg wäre der Klassenerhalt so gut wie gesichert gewesen. Aber unter diesen Umständen machen es die Baunataler noch einmal richtig spannend.

Das Team um Ersatz-Mannschaftsführer Volker Graf musste krankheitsbedingt mit einer Dame und ohne den etatmäßigen Chef Marc Schröder, der weiterhin seine lädierte Schlaghand schonen muss, die weite Reise nach Mittelhessen antreten. Nichtsdestotrotz gab sich die Mannschaft kampfeslustig. Altmeister Uwe Stange war der Meinung, dass die Situation keinesfalls aussichtslos erscheint und man mit der richtigen Einstellung hier das Wunder schaffen könnte.

Dieses schien sich im Spitzendoppel gegen Orhan / Drews und mit Jochen Leyhe an Stanges Seite zunächst zu bewahrheiten. Das sehr taktisch geprägte Spiel wirkte oft wie ein Schachduell auf hohem Niveau, das letztendlich von den Fuldaern nur knapp mit 22:20 und 21:19 gewonnen wurde. Leyhe kommentierte das Spiel folgendermaßen: „Das war ein ständiges Schieben, ja ein gegenseitiges Belauern, bis der ein oder andere einen kleinen Fehler macht. Dickes Lob an meinen Doppelpartner, der weit über seinem Limit gespielt hat.“

Besser machten es im 2.HD Graf / Rothenburger gegen Meyer / Winkler. Den ersten Satz brauchte vor allem Jungspund Rothenburger, um die notwendige Sicherheit zu bekommen. Nach verdientem 22:20-Sieg lief es im Folgesatz, der mit 21:11 nach Hause gefahren wurde, fast wie von selbst. Aufgrund der Tatsache, dass Verena Struk als einzige Dame einsatzbereit auf der Bank saß, ging das Damendoppel und das Dameneinzel kampflos an den Gegner. Somit lag der KSV vorläufig mit 1:3 im Hintertreffen.

Ersatz-Chef Graf wollte im 2.Herreneinzel ein Zeichen setzen, um die Mannschaft wieder nach vorne zu peitschen. Gegen den jungen Meyer war die Aufgabe jedoch schwerer als gedacht, zumal der Baunataler von einer Erkältung noch nicht ganz genesen war. Dennoch spielte er seine ganze Routine – vor allem zum Satzende hin – aus und war verdientermaßen mit 21:19 und 21:17 erfolgreich. Von dieser Klasseleistung inspiriert, ging Leyhe – trotz anhaltender Rückenprobleme – in das 1.HE gegen Orhan, mit dem er es bereits vor mehr als 10 Jahren im Dienst des Vfl Bad Arolsen zu tun hatte. Zu Beginn schien der Fuldaer mit 21:13 im ersten Satz die Oberhand zu haben, brach jedoch im Folgesatz etwas ein, weshalb sich der Wahl-Baunataler mit 21:16 wieder herankämpfte. Im Entscheidungssatz stellte Leyhe seine Angaben von langen auf kurze Bälle um, womit sein Gegner nicht zurecht kam und was letztlich den verdienten 21:10-Sieg sowie den 3:3 – Ausgleich bedeutete.

Im Mixed gegen Drews / Müller kam Verena Struk mit Partner Stange noch zu ihrem verdienten Einsatz. Doch vor allem gegen Drews, der unter anderem Deutsche Meisterschaften in seiner Altersklasse spielt, bissen sich die beiden förmlich die Zähne aus. Stange wirkte zudem völlig ausgezehrt vom sehr kräfteraubenden Doppel zuvor. Die 8:21 und 10:21 – Niederlage musste daher vom KSV hingenommen werden. Nun lag es an Rothenburger im 3.HE, über Remis oder Punktverlust zu entscheiden. Mit Winkler stand ihm ein – vom Papier her – übermächtiger Kontrahent gegenüber. Dennoch ließ sich der junge Baunataler davon nicht beeindrucken und setzte seinen Siegeszug aus dem Doppel mit dem Gewinn des ersten Satzes mit 22:20 fort. Im Folgedurchgang musste Rothenburger alles auf eine Karte setzen, weil er wusste, dass er kräftemäßig dieses Match nur in 2 Sätzen gewinnen kann, nicht aber in 3. Trotz völliger Verausgabung reichte es nicht ganz zum Sieg. Die weiteren Sätze gingen mit 21:17 und 21:7 sowie die gesamt Partie mit 5:3 an den Gegner.

Die Niederlage hat zur Folge, dass der KSV den 5. Tabellenplatz vorerst halten kann, weil der Mitkonkurrent aus Hersfeld ebenfalls federn ließ. Gegen besagte Hersfelder muss nächste Woche aus Baunataler Sicht unbedingt gepunktet werden, um den Abstiegsrängen fernzubleiben.


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