Pressemeldung

28.06.15  |  Radsport-Outdoor  

Carsten Geck ist Enduro Europameister

Carsten ist neuer Enduro Europameister seiner Altersklasse. Herzlichen Glückwunsch! Nachfolgend sein Erfahrungsbericht:

Am letzten Wochenende fanden in Kirchberg/Tirol die ersten Europäischen Enduro Meisterschaften statt. Der Veranstalter hatte dabei 4 Stages und eine Gesamtdistanz von ca. 40km mit 1000hm abgesteckt. Die Länge der Stages betrug in Summe: 45 hm up / 2050 hm down / 13 km distance. Allein diese Eckdaten waren schon sehr beeindruckend. Das Wetter sorgte dann für eine nochmalige Steigerung des Schwierigkeitsgrades durch Regen, Schlamm und Schnee im Startbereich der Stages.
Bei derlei Bedingungen völlig fehlerfrei durchzukommen ist nahezu ausgeschlossen. So kam es auch, dass ich in Stage 1 beim Überholen einer langsameren Fahrerin mit zu viel Speed mein Sportgerät leider kurzfristig verlassen musste um anschließend mit leicht verdrehtem Lenker weiter zu fahren.
Die ersten wichtigen Sekunden schienen dahin ... In Stage 2 löste sich der Wiesenhang in einer Sektion derat auf, dass ich beim Einfahren in eine Kurve mit der Grasnarbe einfach weiter fuhr,
das Erdreich aber eigentlich dort bleib wo es war; die nächsten wichtigen Sekunden im Kampf gegen die Uhr waren verloren. In Stage 3 war ich dann endlich im Rennen. Ich fuhr extrem fokussiert und hatte mich auf das seifige Geläuf eingestellt.

Danach wurden die Transponder ausgelesen und es gab ein Startranking für die abschließende Stage #4. Zu meiner Verwunderung lag ich in meiner Klasse fast eine Minute in Front!
Das hieß für mich in Stage 4 sehr sauber und kontrolliert zu fahren, nicht zu 'overpacen' und vor allem Kraft zu sparen. Ich wollte keinesfalls nochmal stürzen und einen Defekt riskieren, zu langsam durfte
ich aber auch nicht fahren. Diese Stage war mit 7km Länge und über 1000hm(!) Differenz extrem hart und lang, zudem mit Passagen gespickt, die jedem höherklassigem Downhillrennen zur Ehre gereicht hätten.
Kurzum: Sowas fährt man sehr, sehr selten am Stück und man kann sich auch nicht wirklich auf sowas einstellen - es gibt einfach zu viele Unbekannte dabei. Ich kam aber gut ins Rennen, erwischte die ersten schwierigen Passagen gut und war auch zügig unterwegs, ohne ans Limit zu müssen. Meine Laufeinteilung passte perfekt und nach der Hälfte der Fahrzeit hatte ich ein super Gefühl. Nachdem ich die ersten Vorstarter eingesammelt hatte wusste ich, dass ich gut 'on course' war. Nach knapp 19min war ich im Ziel - und mit knapp 2min Vorsprung in Summe, sowie dem Gewinn aller 4 Stages, Europameister!


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