Pressemeldung

31.07.17  |  Radsport-Outdoor  

Platz 2 für René Hördemann bei XCO-DM

Freut man sich über eine Silbermedaille bei einer Deutschen Meisterschaft oder ist man enttäuscht, dass es knapp nicht zum Meistertrikot gerreicht hat? Diese Frage stellte sich auch René nach dem Zieleinlauf der XCO-DM in Bad Salzdetfurth: enttäuscht darüber dass es zum zweiten Mal nach 2013 in der niedersächsischen Kleinstadt nur zum Vize gerreicht hat? Er würde Lügen, wenn er dies nicht gewesen wäre... Berücksichtigt man aber die von Verletzungen und Erkrankungen durchwachsenen letzten 3 Jahre und dem zuletzt 6-monatigem pausieren mit Trainingseinstieg Mitte April, überwog letzendlich die Freude über ein starkes Rennen.

Noch beim Warmfahren war er nicht ganz sicher, welches Zeichen ihm seine Beine geben wollten: waren Sie fast gelähmt von der drückenden Schwüle, die am Abend herrschte, oder einfach fantastisch locker? Der Startberg, der auf Asphalt in einem Wohngebiet den ersten engen Trailabschnitt umging, zeigte zum Glück Letzeres und er konnte sich von der letzten Startposition an Platz 5 in die erste kurze Abfahrt gehen. Die Strecke- eigentlich ein Spaßgarant erster Güte- war durch die Regenfälle der letzten Tage und Stunden sehr tief, der Schlamm von einer unangenehm klebrigen Konsistenz. So musste der Veranstalter sogar einige bergauf- und bergab Passagen streichen weil sie einfach nicht fahrbar gewesen wären. Trotzdem war die Präparation der Strecke sowie die gesamte Organisation (bis auf das zu zeitige Abschließen der Duschen ;) ) wie gewohnt herrausragend!

René konnte sich im kurzweiligen Auf- und Ab bis Ende der ersten Runde mit drei weiteren Fahrern auf Platz 2-5 einordnen, der spätere Sieger Markus Werner war hier schon 20 sec enteilt. Mit der Gewissheit dass der Führende wohl nur durch einen Defekt oder Sturz einzuholen wäre, versuchte der Nordhesse in den nächsten Runden mit einer eher konservativen Strategie das Rennen anzugehen, nämlich in den Abfahrten bei diesen Bedingungen nicht alles zu riskieren und am Berg nicht ans Limit zu gehen, um in den letzen Runden noch zusetzen zu können.

So kam es bis zur letzten Runde immer zum gleichen Ablauf: der Führende setzte sich weiter ab, Platz 2-4 waren in einem zieharmonika-Effekt mal näher zusammen, mal weiter auseinander. Trotzdem hatte der Spangenberger immer ein sicheres Gefühl, wusste er doch, dass er noch zusetzten konnte, auch als zu Beginn der letzten Runde seine Verfolger nochmals bis an sein Hinterrad kamen. In der längsten Bergaufpassage konnte er ein sicheres Polster legen und so wieder ohne zu viel Risiko in die Abfahrt zum Ziel gehen.

"Besonders Bedanken möchte ich mich bei meiner Familie und bei meinem Team, die auch in der Zeit in der es sportlich nicht so lief immer an mich geglaubt haben! Auch bei den Sponsoren, die wie immer perfektes Material und Ausrüstung zur Verfügung stellen. Außerdem bei meinem Neffen Dario, der mich zuletzt im Training immer wieder motiviert hat und mit dem ich mir zusätliche Härte bei Läufen, Triathlons und Survival-Runs geholt habe. Darüberhinaus hat er mich heut an der Strecke dermaßen perfekt verpflegt und unterstütz als ob er dies schon seit Jahrzehnten machen würde!"


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