Tauchen - 2008 Thailand

Thailand - Khao Lak 2008

05. März 2008 - Kalt ist es zum Tauchen in Deutschland, jedenfalls für uns. Aber eigentlich ist es uns egal, denn wir fliegen nach Khao Lak in Thailand. Nach 13 Stunden Flug mit Zwischenstopp in Bangkok landen wir bei ca. 35°C und hoher Luftfeuchtigkeit in Phuket. Von dort geht es mit den Shuttle direkt ins Merlin Resort Khao Lak.

Es ist das erste Mal, dass wir in Thailand sind und die Eindrücke auf der Shuttlefahrt haben uns schon beeindruckt und ein wenig verunsichert. Das ist aber vollkommen unbegründet und unberechtigt, denn die Thais sind uns gegenüber immer offen und freundlcih begegnet.

Um keine Zeit zu verlieren wollen wir erst einmal bei der Tauchbasis "eincheken".

In Khao Lak gibt es eine Vielzahl von Tauchbasen. Unsere Wahl fiel auf WETZONE - eigentlich wissen wir gar nicht warum, aber die Wahl haben wir zu keinem Zeitpunkt bereut. Schnell wurde ein Termin für den kommenden Montag gemacht - zu den Similan Islands.

Am Montag hieß es dann: Früh aufstehen. Über Transfair oder andere Probleme braucht man sich keine Sorgen zu machen. Wenn man "allergrößtes Pech" hat, "muss" man sein Zeug selbst ins Auto werfen (es gibt wirklich Schlimmeres). Wir hatten allergrößtes Glück , denn unser Hotel lag auf dem Weg zum Hafen und so wurden wir einfach nur "aufgesammelt" - Tauchen deluxe!

Am Hafen ging es dann auf das Speedboot, mit dem wir ca. 1 1/2 Stunden zum 1. Tauchplatz fuhren. Angekommen gab es ein kurzes Briefing, Buddycheck und ab ins Wasser - 29°C - herrlich! Die Ansage war: "Bei den 3 Bäumen da tauchen wir ab." Ein Blick in die gezeigte Richtung und man sah einen Wald! Egal, wer sich bei der Sicht verliert, dem kann man wirklich nicht helfen. Runter auf 20 m und es wird nicht kälter. 47 Minuten sind wir unter Wasser. Gleich zu Beginn sehen wir einen Schwarm Baracudas, die einen Trichter bilden - das hatte ich noch nicht gesehen. Etwas besorgt, da Susan alleine oben an der Oberfläche schorchelte, ging es weiter durchs Riff mit den üblichen Verdächtigen, wie "Dory", "Jaques" und vielen anderen aus dem Film "Findet Nemo".

Die Oberflächenpause verbringen wir auf einer Insel der Similan Island an einem traumhaften Strand - wenn da nicht die Touristen wären (wer im Glashaus sitzt...!)

Dort gibt es auch ein thailändisches Mittagessen (lecker), bevor wir wieder mit dem Speedboot um "die Ecke fahren", um ein weiteres Mal in die Tiefe zu gehen. Diesmal tauchen wir in einer Felslandschaft mit herrlichen Gorgonien ab. Man muss zwar etwas genauer in die Spalten schauen, aber dort findet man viel Kleingetier, was uns auch wichtiger ist, als immer nur "Großfisch". Dank unseres "Luftfressers", der seit langem wieder tauchte und ein bißchen aufgeregt war, dauerte der Gang wieder "nur" eine dreiviertel Stunde, was aber der Schönheit der Unterwasserwelt und dem Erlebten keinen Abbruch tat.

Zurück in der Basis wurde auch gleich der nächste Tauchgang "klar gemacht" - Wracktauchen: Wieder hieß es früh aufstehen und diesmal hatten wir "Pech": Wir "mussten" beim Beladen helfen, bevor es mit einem Longtailboat zum künstlichen Riff hinaus ging. Wir hatten Glück und waren die ersten, denn den ersten ghört der Fisch!

Michael hatte nicht zu viel versprochen: Es war Fischsuppe pur! Ein wahrer Kindergarten für alle Fischarten! Eine Stunde blieben wir unten und wußten gar nicht wo man hinschauen sollte. Kleine Muränen, große Muränen, Feuerfische in unterschiedlichesten Farben, Steinfische, Kofferfische und viele andere mehr. Für die Oberflächenpause ging es zurück zum Longtailboat, wo es wieder Mittagessen gab. Glücklicher Weise vor der Ankunft des Safariboots war unsere Wartezeit um und wir sprangen wieder als erste ins Wasser.

15 Minuten später war dann alles voll mit Tauchern. Was man da so zu sehen bekam, wollte man aber eigentlich nicht sehen. Da wurde ohne Rücksicht auf Verluste getaucht, was das Zeug hielt - schade eigentlich.

Bevor es dann wieder zurück ging, war noch eine kleine "Toilettenpause" angesagt: Herren vorn - Damentoilette hinten! Und dann zurück zur Basis. Für uns war es das mit dem Tauchen in Thailand, da nicht alle Mitreisenden Taucher waren und es doch ein großer Zeitaufwand war und Nichttaucher nicht immer einen ganzen Tag auf dem Boot verbringen wollten.

So verbrachten wir den Rest des Urlaubs "an Land" und am Strand. Wir besuchten ein Elefantenbaby (mit Anfassen), machten eine kleine Urwaldwanderung zu einer einsamen Strandbucht, lagen faul am Strand, ließen Land und Leute auf uns wirken und besuchten den Markt, der nach Angaben der Reiseleitung "harmlos" war, aber auf uns doch "exotisch" wirkte.

Es war ein wunderschöner Urlaub mit vielen neuen Eindrücken. Gerne kommen wir wieder zurück nach Thailand

Matthias Daum

Ein besonderer Dank geht an die Tauchbasis WETZONE, die uns einen Teil der Bilder zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat.