Tauchen - 2011 Curacao

12. März 2011: Es ist noch kalt und ungemütlich in Nordhessen. Da machen sich 8 Taucherinnen und Taucher vom KSV Baunatal auf den Weg in die Karibik, um die Tauchsaison 2011 zu verlängern, indem Sie einfach früher beginnen. Genauer gesagt, es ging auf die Niederländischen Antillen, die sogenannten ABC-Inseln und hier nach Curacao – kennen ja alle Älteren von dem „Blue Curacao“ aus ihrer Jugend.

Mitten in der Nacht ging es los. Zunächst mit dem Auto nach Frankfurt, dann in den Flieger nach Amsterdam und von dort direkt nach Willemstad, der Hauptstadt der Insel.

Gebucht hatten wir 2 Apartments im „All West Apartment“ ganz im Nordwesten der Insel. Luis vom All West wartete schon mit 2 Pickups auf uns und bevor es auf die ca. 45-minütige Fahrt zur Unterkunft ging, hieß es erst einmal ab in den Supermarkt um einzukaufen, denn wir waren Selbstversorger.

Die Apartments waren das Beste, was wir finden konnten! Die Ausstattung war einfach und ohne viel Schnickschnack, aber alles was wir brauchten war da.

Und die Lage war perfekt: Durch den Taucherraum, in dem die Gerätschaften aufbewahrt wurden, die Treppen hinunter und es waren keine 10 m bis zur Wasserkante. Die Riffkante gerade mal 25 m weiter und schon war man in einer tollen Unterwasserwelt, die Tauchgänge bis zu 40 m Tiefe möglich machte.

Tauchen in Curacao ist denkbar einfach. Man checkt bei einer Tauchbasis ein und kann überall, 24 h am Tag (und in der Nacht) an der Westküste tauchen. Insgesamt sind ca. 60 Tauchplätze von Land aus mittels eines Steins am Straßenrand gekennzeichnet. In unserem Reisepaket war ein 12-Tage-Nonlimit-Tauchen enthalten und im Apartment wurden immer ca. 50 - 60 gefüllte Flaschen vorgehalten. So brauchten wir nur die Gerätschaften anziehen und am Hausriff tauchen oder alles auf die Pickups laden und losfahren.

So kamen 10-19 Tauchgänge pro Person zusammen. Und es gab viel zu sehen: Täglich trafen wir Schildkröten (eine hat sich sogar in den Schelli „verliebt“), sahen Drachenköpfe, Kofferfische, Barakudas, Muränen, Schnecken vieles andere mehr. Wir waren auf der Suche nach dem Autounterwasserfriedhof „Car Pile“, den wir leider nicht gefunden haben, weil wir eine „Abbiegung in die Tiefe“ nicht genommen haben und haben einen Wrack-Tauchgang beim Tug Boat (max. 5 m Tiefe!) gemacht.

Einer der schönsten Tauchgänge war in Lagun: Wir gelangten zu fünft zufällig in einen großen Fischschwarm, der sich um sich selbst drehte – wie im Fernsehen! Ein Bild, wie bei einem Tornado oder Hurricane und wir mittendrin – 20 Minuten lang. 1.000 Augenpaare, die uns anstarrten und um uns kreisten. Die Erklärung für dieses Verhalten war einfach. Außen, um den Fischschwarm herum kreisten, wie Satelliten, die Jäger. Da wir im Inneren waren konnten die Jäger nicht in den Schwarm stoßen und somit hatten wir ihnen das Mittagessen „versaut“.

An einem Tag war die Strömung etwas stärker. Also endete der Tauchgang nicht nach den „üblichen“ 70 Minuten, sondern früher – Sicherheit geht vor! Dafür lagen wir dann länger am Stand.

Natürlich war Tauchen nicht die einzige Beschäftigung. Jeder hatte so seine Freiräume: Der eine wollte noch „unbedingt“ Radfahren, andere morgens (vor dem Frühstück) laufen. Ingo war auch schon mal morgens verschwunden: Schwimmen. Und Andrea konnte man beim Yoga am Strand beobachten. Es gab auch welche, die sich ausschließlich auf „Extremchillen“ konzentrierten.

Auch gemeinsame Ausflüge standen an: So besuchten wir die Hauptstadt Willemstad zum Touri-Programm und Shopping, besuchten die einzige Likörfabrik den Insel, die den Original Curacao-Likör herstellt (mit umfangreicher Probe) und waren im Nationalpark Christoffelpark unterwegs.

Apropos Likör und Cocktails: Der Ingo wars mal wieder und wollte unbedingt einen „richtigen“ Cocktail mit Obst und allem drumm und dran – genau so, wie in den Reiseprospekten immer dargestellt. Aber das war mal eine echte Enttäuschung. Wodka Lemon (ohne Obst) war fast schon ein Highlight an Cocktails. In einer anderen Bar bestellten wir u. a. einen Tequila-Sunsrise, worauf die „Barfachkraft“ fragte, was da so rein kommt. Scheinbar gab es aber ein Cocktail-Buch im Unterschrank der Bar, so dass das Getränk trinkbar war, wenn auch vom Alkoholgehalt einer reichte - wenigstens war der Barkeeper nicht geizig. Zum Glück hatte Bettina Geburtstag und erfüllte dem Ingo seinen „Traum von der Karibik“. Ein echter Cocktail – selbst gemacht und mit reichlich Obst: Da kam kein anderer ran - alles war gut!

Eigentlich wollte keiner so richtig nach Hause, aber nach 2 Wochen hieß es, Abschied nehmen von Sonne, Strand, Meer und der Unterwasserwelt ;-(!

Ingo wollte gar gänzlich sich auf der Insel niederlassen. Seine Geschäftsidee zum Überleben: Ein Sonnenstudio! Er brachte uns zunächst zum Flughafen, dann bis zum Flieger, wollte sicher gehen, dass wir auch gute Plätze im Flieger bekommen haben, begleitete uns noch ein Stück bis Amsterdam und brachte uns dort wieder zum Flieger nach Frankfurt. Letztendlich ist er dann doch irgendwie mit nach Hause gekommen – und das ist auch gut so!!!!

Das Wichtigste ist allerdings, dass es allen gefallen hat und alle wieder gesund zurückgekommen sind.

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