Wandern - Aktuelle Meldung

04.05.17  |  Wandern  |  geschrieben von Christa Schäffer

Maiwanderung

„Komm lieber Mai und mache die Bäume wieder grün und lass uns an dem Bache die kleinen Veilchen blüh‘n…“ So beginnt mein Bericht vom 6. Mai 2015 als sich die Wanderer zur Fahrt auf den Dörnberg trafen. Dann geht es weiter: Die Sonne strahlte vom blauen Himmel.

Am 3. Mai 2017 tat sie das leider nicht mehr als man sich an den diversen Abfahrtsstellen traf. Der Himmel hatte die Wolkengardinen vorgezogen. Doch das schreckte niemanden von den 52 Wettererprobten, denn der Alpenpfad auf dem Dörnberg lockte wieder und laut Wetterbericht sollte es ja bis zum Spätnachmittag trocken bleiben. Da saß man ja sicher schon in der Zielgasstätte, dem „Bergcafé Friedrichstein.

Vorbei an Neu Holland, dem Herkules und Essigberg ging es über den Ort Dörnberg hinauf zum Dörnberg. An der Schauhütte, dort wo der Alpenpfad beginnt, stiegen alle aus – bis auf die Durchfahrer. Die Langstreckler marschierten als Erste los, wollten sie doch die Wanderstrecke durch einen Schlenker verlängern.

Der Alpenpfad ist wie immer eine Augenweide, vor allem in dieser Jahreszeit. Große gelbe Flächen voller Himmelschlüsselchen, dazwischen rote Orchideen, weiße Anemonen, blaue Veilchen. Sogar ein Enzian wurde entdeckt und natürlich per Foto mitgenommen. Der beweidete Kalkmagerrasen dort oben ist der Grund für diese Artenvielfalt, denn auch viel Wacholder prägt diese einzigartige Landschaft.

Der Alpen- auch Jägerpfad schlängelt sich immer zwischen dem „Abgrund“ an der rechten Seite und sanfter Anhöhe linkerhand dahin, schmal ist er und so bleibt nur der Gänsemarsch. Mit dem Schnuddeln zunächst einmal schwierig. Die Gruppe zog sich wie üblich bald weit auseinander. Die einen marschierten forsch drauf los, die anderen blieben öfter stehen betrachteten die Pflanzen, die Ziegen, genossen die diversen Ausblicke weit ins Tal, über Zierenberg, das Viadukt auf dem gerade ein Bähnchen vorbeifuhr, bis zum Bärenberg in der Ferne. Grad an den schönsten Stellen lud eine Bank zu kurzem Verweilen ein. Wandern und schauen. Noch hielt sich der Regengott zurück, bis auf ein paar einzelne Tröpfchen. Doch kaum hatten die Letzten das Drehkreuz am Ende passiert, da schreckte Gott Donar die Wanderer mit einem kräftigen Trommelwirbel. Kaum 10 Minuten später öffnete der Himmel seine Schleusen, es goss wie mit Eimern. Und es lag noch ein schönes Stück des Weges vor den letzten Wanderern. Kurz vor den ersten Häusern traf man unter den Bäumen ein paar weitere, die dort etwas Schutz gefunden hatten, doch die Götter hoch oben trieben ihren Schabernack mit uns. Als alle nass waren, hörte es auf zu regnen. Die vielen Islandpferdchen auf dem Pferdehof neben der Gaststätte schien der Regen jedenfalls nicht gestört zu haben.

Auch die Langstreckler waren den Alpenpfad gelaufen, doch dann über das Segelfluggelände zu den Helfensteinen und um den Dörnberg herum, sodass sie mit 10km fast doppelt so viel gelaufen waren wie die Kurzstreckler. Doch trotzdem trafen sich die Letzten beider Gruppen direkt vor der Haustür.

Wilfried Weimann begrüßte alle, gratulierten den Geburtstagskindern, ließ das Ständchen anstimmen. Dann folgten wie immer die nächsten Termine: Vorwandern am 24.5., Tagesfahrt am 26.5. Abfahrt um 7,30 Uhr an den üblichen Abfahrtsstellen, (zuletzt die Aral Tankstelle) die nächste Wanderung ist am 7.6. am Meißner.

Dann kamen auch schon die Essen, es ging richtig flott und diesmal ohne Probleme. Gegen 18,00 Uhr ging ein, trotz Duscheinlage, wieder wunderschöner Nachmittag in fröhlicher Gesellschaft zu Ende.


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