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12.01.10 - Hauptverein

Ursula Harms (links) und Christine Lutze (rechts) ehrten Konrad Schminke, Martha Wicke und Wilfried Wenning (v.l.) für 50 Jahre Mitgliedschaft im KSV Baunatal

Hockey-Legende Wilfried Diedrichs mit KSV Vizepräsident Timo Gerhold

Georg Mihr mit Stiftungsgründer Hans-Günter Jakob

Präsidentin Ursula Harms bei ihrer Rede

Gastredner Jörg Schnitzerling, geschäftsführender Vorsitzender des ASC 46 Göttingen

Musikalische Untermalung durch Musiker Lürgen Müller

Energiesparender Sektkühler a la KSV Baunatal

«Der KSV Baunatal startet mit mutigen Thesen ins neue Jahr»

Wer sich den Kreativkopf eines der innovationsfreudigsten Sportvereine der Republik als Gastredner ins Haus holt, der muss mit einigen verblüffenden Aussagen natürlich rechnen. So hatten die rund 120 geladenen Gäste des KSV Baunatals während des Neujahrsempfangs am vergangenen Samstag, neben Schnittchen und Sekt, auch einige saftige Thesen über die zukünftige Entwicklung der Sportvereinslandschaft zu verdauen.

Eine tief greifende Strukturänderung prophezeite Jörg Schnitzerling den deutschen Großsportvereinen. Die Zukunft gehöre in erster Linie den Sportarten, so der geschäftsführende Vorsitzende des ASC 46 Göttingen, die kaum noch in das Schema der tradierten Disziplinen einzuordnen seien – allem voran die große Palette der Gesundheits-, Freizeit- und Generationensportangebote.

Die Folge für Sportvereine und Kommunen: Sporträume und –stätten müssen mittelfristig den veränderten Bedürfnissen angepasst werden. „DIN-genormte Räume werden nur selten den Anforderungen zukünftiger Nutzer entsprechen; und hier sind vor allem Kinder, Jugendliche und Senioren zu nennen“, so Schnitzerling.

Der Göttinger Vereinsmanager verwandelte mit dieser Aussage zielsicher den Ball, der ihm von der KSV-Präsidentin Ursula Harms zugeworfen wurde. In der vorhergehenden Begrüßungsansprache verkündete sie die Absicht ihres Clubs, das vereinseigene Bewegungszentrum KSV Sportwelt um einen Kursraum, einen größeren Fitnessbereich und einen neuen Sanitärtrakt baulich zu erweitern. Die anstehende Millioneninvestition sieht Harms in der Herausforderung begründet, auch zukünftig den sportlichen Wünschen der Vereinsmitgliedern gerecht werden zu müssen. Eine Entscheidung über die Realisierung des Projektes falle jedoch erst Ende Mai, wenn die Mitglieder ihr Votum abgeben können.

An die Adresse der zahlreich erschienenen Mandatsträger und Mitarbeiter der Stadt Baunatal richtete Harms Dankesworte für die Förderung des Sports in der Kommune. In Form von Sportfördermitteln sowie glänzend gepflegten bzw. neu renovierten Sportstätten habe man das Siegel „Sportstadt“ im vergangenen Jahr kräftig poliert.

Der Bürgermeister vernahm diese Aussage sicher mit Wohlwollen und retournierte in seinem Grußwort das Lob an die Adresse des Vereins. Besonders freue er sich auf die vom KSV Baunatal ausgetragenen sportlichen Großereignisse des kommenden Jahres, wie die Deutsche Meisterschaft im Kickboxen und den City-Duathlon, so Manfred Schaub.

„Wir haben heute Glück! Mit Ihrem Besuch schenken Sie uns heute einen wunderbaren Rahmen für einige besondere Ehrungen“ befand KSV-Vize Timo Gerhold und läutete damit den Reigen der Auszeichnungen ein.

Mit dem diesjährigen Preis der Hans-Günter Jakob-Stiftung, einer privat finanzierten Initiative zur Förderung des ehrenamtlichen Engagements im KSV Baunatal, wurde Georg Mihr bedacht. Dem Übungsleiter gelingt seit zehn Jahren eine durch sportlichen Erfolg und soziales Miteinander geprägte Nachwuchsarbeit innerhalb der Abteilung Tischtennis.

Einen Beweis außerordentlicher Treue zum Verein leisten Martha Wicke, Konrad Schminke, Wilfried Wenning und Fritz Rellig. Sie wurden für 50 Jahre Mitgliedschaft im KSV Baunatal ausgezeichnet.

Zum erst dritten Ehrenvorstandsmitglied in Nordhessens größtem Sportverein wurde der Hockey-Veteran Wilfried Diedrichs ernannt. Diedrichs leitete die Abteilung über 28 Jahre und ist als zweiter Vorsitzender auch heute noch maßgeblich für die Geschicke der Sparte verantwortlich.

VON: TIMO GERHOLD



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