Pressearchiv 2011

31.12.11  |  Badminton  

KSV Baunatal II „verliert“ 4:4 in Treysa

Am 6. Spieltag der Bezirksliga A Süd wartete mit dem ESV Jahn Treysa 1 ein direkter Verfolger der Baunataler im Kampf um die oberen Tabellenplätze. Vor dem Spiel kursierte das Gerücht, dass – aufgrund der Ligareform 2012/13 - eventuell der Tabellenzweite ebenfalls in die Bezirksoberliga aufsteigen könnte. Von dieser Hoffnung angestachelt, war das Team voller Motivation, den zweiten Platz hinter dem ungeschlagenen BC Kassel zu festigen und die Verfolger in Schach zu halten.

Um für eine schnelle Entscheidung zu sorgen, sollte in den Doppeln mit hohem Risiko getrickst werden: Marc Schröder sollte Jungspund Max Rothenburger im 2. Herrendoppel stärken, während Uwe Stange mit Jochen Leyhe im Spitzendoppel antrat. Der Mut wurde belohnt: In einem sehr taktisch geprägtem Spiel schafften es die Schwalmstädter Krosky / Eisenach nicht, Uwe auf der Rückhandecke festzunageln und verloren 21:10, 21:14.

Zum Leidwesen der Damen trat der Gegner lediglich mit einer Dame an, weshalb das Damendoppel kampflos an Melanie Raich / Verena Struk ging.

Die gewagte Rechnung ging vollends auf, nachdem Max und Marc ihr Spiel knapp mit 21:19, 21:18 gegen Eberhardt / Roeschert nach Hause zitterten. Da Geburtstagskind Verena Ihr Einzel aufgrund des Treysaer Damenproblems ebenfalls kampflos gewann, war das Unentscheiden zu diesem Zeitpunkt bereits gesichert. Jeder Mannschaftsteil war überzeugt davon, nun 2 Punkte locker mit nach Hause nehmen zu können. Doch es sollte anders kommen

Da Jochen sein 1. HE schnell hinter sich bringen wollte, trat er sofort gegen seinen Kontrahenten Krosky an. Obwohl seinem Gegner in vielen Belangen technisch überlegen, machten sich bei dem Baunataler ungeahnte läuferische Defizite bemerkbar was teilweise nach Arbeitsverweigerung aussah. Letztlich fehlte Jochen an diesem Tag die Bereitschaft, sich für die entscheidenen Punkte zu quälen, weshalb er verdient 21:19, 21:14 verlor.

Aber es waren ja noch 3 Eisen im Feuer: Im Mixed traten Uwe und Melanie gegen die Schwalmstädter Geheimwaffe Schier-Zulauf, der bislang geschont wurde, und seine Partnerin Fuhrmeister an. Das Spiel entwickelte sich zu einem wahren Schlagabtausch: nachdem der erste Satz mit 21:13 gewonnen wurde, sah man sich endgültig auf der Siegerstraße. Doch in den Folgesätzen kippte das Spiel unerklärlicherweise und die Treysaer siegten mit 21:14, 21:14.

Das zwischenzeitliche Ergebnis von 4:2 beunruhigte die Baunataler Bank nicht, setzte man doch alle Hoffnung auf Max im 3. HE gegen Eberhardt. Das Spiel sollte zu einem Thriller werden: Max – zwar immer auf Augenhöhe mit seinem Kontrahenten – verlor den 1. Satz knapp mit 21:17, riss sich jedoch im 2. Satz zusammen und siegte ebenfalls knapp 21:18. Mit dem psychologischen Vorteil auf seiner Seite ging Max im 3. Satz mit kontrolliertem Spiel locker 14:6 in Führung und allen war klar: das Ding ist gegessen. Plötzlich erwachte der Treysaer Spieler aus seiner Lethargie und spielte nun wie entfesselt. Punkt um Punkt kämpfte sich dieser heran und verwandelte schließlich seinen ersten Matchball zum 21:19. Max war nach diesem Spiel untröstlich, wurde aber von seinen weiterhin optimistischen Mannschaftskollegen versucht aufzuheitern.

Was niemand für möglich hielt, war eingetreten: ein komfortabler 4:0-Vorsprung wurde leichtsinnigerweise noch hergeschenkt, weshalb sich das Unentschieden wie eine Niederlage anfühlte. Beim gemeinsamen Pizza-Essen nach dem Spiel wurde selbiges noch einmal rekapituliert und sich gegenseitig Mut für die nächste Aufgabe gegen den Tabellenletzten Sandershausen gemacht.


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