Pressearchiv 2014

25.09.14  |  Marathon  |  geschrieben von Heiko Rammenstein

17. Meißner-Berglauf am 21.09.2014

Wenn Robert Thiele nicht zum sonntäglichen Trainingslauf erscheint, dann kann man sich getrost darauf verlassen, dass er wieder irgendwo wettkampfmäßig unterwegs ist. So war es auch am 21. September, als den anderen Marathonis seine Abwesenheit auffiel, alldieweil Robert am 17. Meißner-Berglauf teilnahm.

Organisiert wurde die Veranstaltung vom Ski-Club Meißner Eschwege, der schon für den Eschweger NHC-Volkslauf „Rund um die Leuchtberge“ im März und den Gobertlauf im Juli verantwortlich war. Auch an diesen beiden Läufen hatte Robert teilgenommen. Der Werra-Meißner-Kreis scheint es ihm angetan zu haben. Gestartet wurde in Meißner-Abterode bei 245 m Höhe. Bei einer Streckenlänge von 7,4 km mussten die Teilnehmer 470 Höhenmeter bewältigen. Das Ziel lag auf dem „König der nordhessischen Berge“ bei 715 m Höhe. Dieser Strapaze wollten sich nur 30 Teilnehmer stellen, 3 weibliche und 27 männliche, von denen einer Robert war.

Der „Massenstart“ erfolgte um 11 Uhr. 17 Grad im Tal, 14 oben auf dem Berg, regenlos, aber hohe Luftfeuchtigkeit, so ließen sich die äußeren Bedingungen beschreiben. Es wurde ausschließlich auf der Landesstraße 3241 gelaufen, die während des Wettkampfs für den öffentlichen Verkehr gesperrt war. Die Strecke verlief immer nur bergauf, abgesehen von einem winzigen Gefälle unmittelbar nach dem Start in der Nähe der Abteröder Kirche. Bis zum nächsten Dorf, Vockerode, war die Straße nur leicht, nach dessen Verlassen bei km 3 stark ansteigend. Es war eine schweißtreibende Angelegenheit, die Robert eine Menge Körner kostete, insbesondere ab km 3,8 in Höhe des 2. Barfußpfad-Parkplatzes, wie er berichtete. Vom Schwalbenthal aus – Kommentar Robert: „Hallo, es war kein Tal!“ – bot sich ein herrlicher Ausblick ins östliche Meißnervorland, wo in der Ferne Eschwege mit den Leuchtbergen und dahinter die Thüringer Berge zu sehen waren. Gleich danach folgte der stärkste Anstieg hinauf zum Meißnerplateau. An diesem „Knüppel“ musste Robert ordentlich beißen, um schließlich das ersehnte Ziel auf dem Großparkplatz zu erreichen. Für den „Fotomenschen“ setzte er ein Lächeln auf und war glücklich, es geschafft zu haben.

Ein paar Zahlenspiele für die Statistik: Laufzeit 51:56 min., 1. M55 als einziger Starter seiner Altersklasse, 24. der Männer, 26. im Gesamtklassement. Die schwüle Luft verpatzte ihm das Ergebnis von 2012, als er 50:12 min. unterwegs gewesen war. Erster von hinten: Horst Hilmes, wer sonst?

Im kommenden Jahr sollen die Hessischen Berglaufmeisterschaften am Meißner ausgetragen werden. Da einer der namhaften Sponsoren wegfällt, würde die Straßensperrung für den Ski-Club Meißner Eschwege zu kostenintensiv. Viele Wege führen nach Rom! Auch auf den Meißner! Man wird vermutlich auf die ursprüngliche Strecke des Meißner-Berglaufs ausweichen, die vom Wildpark Germerode über die alte Kohlenstraße hinauf zum Schwalbenthal, von dort aus über ein ebenes Teilstück in Richtung der Seesteine und dann steil ansteigend auf das südliche Meißnerplateau führte. Robert freut sich schon jetzt darauf!


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