Pressearchiv 2014

28.09.14  |  Marathon  |  geschrieben von Heiko Rammenstein

8. Reinhardswald-Halbmarathon am 28.09.2014

Der 8. Reinhardswald-Halbmarathon führte Monika Schütz in ihre frühere Heimat, denn im Veranstaltungsort Holzhausen, dem östlichen Stadtteil von Immenhausen, lebte sie einst mehrere Jahre mit ihrem Mann. In den Tallagen waberte noch dichter Morgennebel, aber im höher gelegenen Dörfchen am Rande des Reinhardswaldes schien bereits die Sonne und ließ einen herrlichen Tag erwarten. Am Bürgerhaus herrschte geschäftiges Treiben. Der TSV Holzhausen war in großer Mannschaftsstärke erschienen, um das Event zu organisieren. Monika und Norbert, ihr Mann, trafen viele Bekannte und Freunde aus den alten Tagen. Allein diese Begegnungen waren für sie schon die Anfahrt wert.

Bei kühlen 9 Grad wurde der Halbmarathon um 9:30 Uhr gestartet. Im 56köpfigen Teilnehmerfeld standen 11 Frauen, 41 Männer und 4 Hunde (!). Monika war bei den vorherigen Rennen immer die 12-km-Strecke gelaufen, die auch dieses Mal angeboten wurde. Erstmals wagte sie sich auf die lange Strecke durch den profilierten Reinhardswald. Für ihre Mühen wurde sie durch die Ansicht schöner, weitläufiger, urwaldähnlicher Baumbestände und idyllischer, ruhiger, fern der Zivilisation gelegener Waldnischen belohnt. Auf den ersten 5 km führte die Strecke von 290 Metern Höhe bis auf 410 Meter, bis km 10 folgte ein Abstieg auf 330 Meter und bis km 16 ein neuerlicher Anstieg auf 420 Meter Höhe. Die letzten 5 km bis zum Ziel waren recht erholsam, denn es ging wieder runter auf 290 Meter. Monika genoss den Lauf durch ihr altbekanntes Terrain, ging hin und wieder auf einigen Passagen und freute sich, dass sie in 2:09:44,05 Std. noch unter 2:10 Std. blieb. Damit wurde sie 1. der W60!

Weil ihm Monika des öfteren vom Reinhardswald-Lauf erzählt hatte, wollte auch Heiko Rammenstein gerne dort starten. Ihm gefiel die Strecke ebenfalls sehr gut, und als seine Uhr bei Halbzeit eine 49er Zeit anzeigte, war sein Ziel klar: Unter 1:40 Std. zu bleiben. Als er den höchsten Punkt bei km 16 in 1:16 Std. erreicht hatte, war er sich aufgrund des abschüssigen Schlussprofils sicher, es schaffen zu können. Im Wald war die Strecke sehr gut gekennzeichnet. Unterschiedlich farbige Pfeilmarkierungen, je nach Strecke, sowie unübersehbare Pfeile aus Sägespäne wiesen an Kreuzungen den Weg. Außerdem konnte man sich an den Kilometerschildern bestens orientieren. Er hatte Holzhausen wieder erreicht, als er, 350 Meter vor dem nahen Ziel, die Glück-Auf-Straße verpasste! Auf der Straße befand sich kein Richtungspfeil, und die am Rand befindlichen Pfeile waren für einen Kurzsichtigen, weil lediglich blass umrandet statt fett markiert, leicht zu übersehen. Dabei hätte eine niedrige 1:37er Zeit an jener Stelle eine 1:38er Endzeit versprochen. Weil er aber die Glück-Auf-Straße versehentlich links liegen ließ, nahm er, vom Pech verfolgt, einen Umweg von 270 Metern in Kauf, der noch dadurch erschwert wurde, dass er an der folgenden Durchgangsstraße, der Kasseler Straße, den fließenden Verkehr passieren lassen musste. Was Lars in Bergheim schaffte, konnte Heiko in Holzhausen auch! Was half es ihm, zu lamentieren? Im ersten Moment blieb ein gewisser Ärger und das unbefriedigende Gefühl, eine Chance zu einem besseren Ergebnis verpasst zu haben. Mit hätte – wäre – könnte – war ihm allerdings nicht geholfen. Konjunktive konnten allenfalls die Wirklichkeit für einen kurzen Moment in eine Traumwelt versetzen. Mit seinen 1:40:25,93 Std. musste Heiko sich abfinden, und angesichts des mittlerweile warmen, sonnigen Wetters und der feierlichen Atmosphäre auf dem Zielgelände war das ein Leichtes.

Robert Thiele ist immer für einen Wettkampf zu haben. Als Heiko ihn im Vorfeld kontaktierte, erklärte er sich sofort bereit und ließ sich frühmorgens am Weinberg abholen. Um den Reinhardswald-Laufcup zu vervollständigen, wollte er soweiso in Holzhausen starten. Da er die Saison begonnen hatte, als er noch nicht Mitglied des KSV Baunatal war, meldete er sich wieder für den PSV Grün-Weiß Kassel an und trug auch das grün-weiße Trikot. Wegen einer zurückliegenden, harten Arbeitswoche voller Nachtschichten war er eigentlich müde und relativ unmotiviert. Daher zog er die mittlere Strecke über 12 km vor, die um 10:00 Uhr gestartet wurde. Auf weiten Teilen der Wendepunktstrecke mit kleiner Teilrunde durch den Reinhardswald ließ er sich von einer Vereinskollegin des PSV ziehen und war froh, das Ziel nach 1:07:07,49 Std. erreicht zu haben.

Auf der kurzen Wendepunkt-Strecke über 5 km ging Jürgen Dietzel an den Start, der um 10:30 Uhr erfolgte. Um 21 Sekunden verfehlte er den Sieg in der M60, den ihm ein Konkurrent des Lauftreffs Güntersen wegschnappte, erzielte aber in 21:30,87 min. und als Gesamt-Fünfter dennoch eine schnelle Zeit.

Nach den Siegerehrungen warteten alle auf die angekündigte Tombola. Alle? Nein, Jürgen hatte die Veranstaltung schon verlassen. Das hätte er besser nicht tun sollen, denn ausgerechnet seine Start-Nr. wurde bei der Vergabe des 3. Preises gezogen. Selbstverständlich hätte er persönlich anwesend sein müssen, um in den Genuss dieses Gewinns zu kommen: Ein Gutschein für den Besuch des Vereinslokals des TSV Holzhausen im Wert von 40 Euro. An seiner Stelle durfte sich ein Läufer der LAG Wesertal freuen, dessen Start-Nr. anschließend gezogen wurde. Den 1. Preis, dessen Vergabe mit Spannung erwartet wurde, eine mehrtägige Berlin-Reise für zwei Personen, gewann übrigens jemand von der TG Wehlheiden.

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