Pressearchiv 2014

03.10.14  |  Marathon  |  geschrieben von Heiko Rammenstein

25. Ortsstraßenlauf des TV Marienhagen am 03.10.2014

Jürgen, Heiko und Robert

Jürgen, Heiko und Robert

Keine Feier ohne Meier! Unsere drei derzeitigen „Alleinunterhalter“ in Sachen Wettkampf schlugen wieder zu! Es vergeht momentan kein Wochenende, an dem sich Jürgen Dietzel, Robert Thiele und Heiko Rammenstein nicht dem Rennstress aussetzen. Der ihnen aber nichts ausmacht, im Gegenteil. Sie lernen andere Gegenden kennen, treffen sich mit Gleichgesinnten der Läuferszene und haben eine Menge Spaß am schnellen Laufen im Grenzbereich der Belastung.

Am Tag der Deutschen Einheit lockte sie der 25. Ortsstraßenlauf nach Vöhl-Marienhagen. Das Wetter war traumhaft schön. Es glänzte mit Dauersonne und milden Temperaturen. Jürgen startete um 11:20 Uhr mit etwa 50 anderen im Rennen über 3,5 km, dass seiner GPS-Uhr zufolge 3,7 km lang war. Vom Sportplatz des TV Marienhagen, neben dem Dorfgemeinschaftshaus gelegen, führte eine zweimal zu durchlaufende Runde fast einen Kilometer bergauf und auf der anderen Seite des Ortes bergab. In seiner unbestechlichen Form zeigte Jürgen wieder ein starkes Rennen, während dessen Verlauf er sich in der zweiten Runde noch um drei oder vier Plätze verbessern konnte und letztendlich auf dem siebten Gesamtplatz hinter Läufern landete, die allesamt deutlich jünger waren. Dass ein Läufer der M40, der sich lautlos an ihn herangeschlichen hatte, ihn noch auf den letzten Metern überholte, hätte er durch einen Spurt verhindern können, wenn er es rechtzeitig bemerkt hätte. Aber dieses kleine Ärgernis verflog im Nu. Der 1. Platz in der M60 war ihm nach 15:13,27 min. nicht zu nehmen.

Um 12:00 Uhr wurden der Lauf über 10 km und der Halbmarathon gemeinsam gestartet. Etwa 80 Frauen und Männer standen auf dem Sportplatz bereit. Nach eineinhalb Runden, die Jürgen zuvor zweimal absolvierte, wurde das Dorf in nördlicher Richtung verlassen. Es folgte ein hügeliger Kurs, vorbei an Äckern und Weiden sowie durch mehrere Waldstücke. Das Teilnehmerfeld dünnte sich um über die Hälfte aus, nachdem bei km 7,3 die 10-km-Läufer im Anschluss an eine Schleife den direkten Rückweg nach Marienhagen anpeilten, während die Langstreckler weiter nordwärts liefen. Westlich von Meineringhausen wurde der nördlichste Punkt erreicht, dem kurz vor km 13 der Return in Richtung Süden folgte. Auf den km 14 bezog sich das Warnschild „steiler Anstieg“, welches in der Ausschreibung allgemeine Beachtung unter den Halbmarathonläufern fand. Die wärmende Sonne machte gerade dieses Teilstück zu einer Strapaze, auch wenn es sich als weniger steil erwies als von vielen befürchtet.

Auf ein Neues! Nach diesem Motto versuchte Heiko, nur fünf Tage nach dem Reinhardswald-Halbmarathon, erneut sein Glück. Da er die Strecke nicht kannte, hielt er sich zunächst zurück, gerade auch wegen des zu erwartenden Steilstücks bei km 14. Der Rennverlauf war für ihn ähnlich wie in Holzhausen. Wieder zeigte seine Uhr bei halber Distanz eine 49er Zeit an, sodass Eile geboten war, wollte er unter 1:40 Std. bleiben. Zwischendurch, außerhalb der Wälder, konnte er eine herrliche Fernsicht unter blauem Himmel bewundern. Kurz vor km 17 wartete die schönste Überraschung des Laufs auf ihn. Die Feuerwehr Marienhagen hielt dort eine Wasserdusche für alle wärmegeschädigten Läufer bereit. „Wasser marsch!“, rief Heiko den Feuerwehrkameraden zu, und für einen kurzen Moment konnte er sich an dem kühlenden Sprühstrahl erfrischen. Auf den letzten Kilometern machte er ordentlich Dampf, überholte dabei noch einige Läufer und erreichte nach 1:39:10,99 Std. den Sportplatz in Marienhagen. Endlich unter 1:40 Std., was wollte er mehr?

Robert fuhr nach Marienhagen mit dem ursprünglichen Plan, sowohl 3,5 als auch 21,1 km zu laufen. Dazwischen hätte er nur 15 bis 20 Minuten Pause gehabt. Da aber alle Teilnehmer eine „elektronische Fußfessel“, einen Transponder mit Chip, an das Fußgelenk anlegen mussten, hatte er Bedenken, ein Doppelstart könne zu einer Verwechslung führen. Hinterher war er froh, auf die 3,5 km verzichtet zu haben, denn der Halbmarathon war schon anstrengend genug. Die Strecke war ihm bereits aus den Vorjahren geläufig. Sein Minimalziel bestand darin, seinen Freund Helmut Arndt vom FSK Lohfelden hinter sich zu lassen, der mit Robert und Heiko nach Marienhagen gefahren war. Als Heiko kurz nach dem Zieleinlauf auf der Strecke zurücktrabte, kam ihm Robert bei km 19 mutterseelenallein im Wald entgegen. Von Helmut war weit und breit nichts zu sehen. Wie immer war Robert gut aufgelegt und plauderte munter drauflos, als Heiko ihn auf den letzten 2 km begleitete. Für die kleine Motivationshilfe zeigte sich Robert dankbar und durchlief das Ziel nach 2:07:21,54 Std. als 2. der M55.

Als Heiko sich abermals auf den Weg machte, um auch Helmut abzuholen, fand er diesen sehr einsilbig, ach was, wortlos vor. Welch ein Gegensatz zum redseligen Robert! Es grenzte an Apathie, wie der körperlich stark in Mitleidenschaft gezogene Lohfeldener die letzten hundert Meter hinter sich brachte. Im Ziel, das er nach 2:11:51,42 als 1. der M65 durchwankte, musste er sogar gestützt werden. Robert war schon sehr besorgt um ihn, aber nach einiger Zeit hatte er sich wieder erholt.

Im Anschluss an den Wettkampf konnten die Läufer das kleine Volksfest vor dem Dorfgemeinschaftshaus genießen. Kaffee und Kuchen gab's drinnen, Würstchen und kalte Getränke draußen, wo auch die Siegerehrungen stattfanden. Urkunden wurden an alle Teilnehmer verteilt, genauso wie Tassen als Souvenirs. Das Bilderbuchwetter passte so richtig zur Jubiläumsveranstaltung und trug sehr zu einer entspannten Stimmung bei. Genau wie beim TSV Holzhausen vor Wochenfrist waren auch die Verantwortlichen des TV Marienhagen sehr um das Wohl ihrer Gäste bemüht und bedankten sich ohne Umschweife für deren Erscheinen.

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