Pressearchiv 2015

14.12.15  |  Marathon  |  geschrieben von Heiko Rammenstein

16. Fuldaufermarathon am 12.12.2015

Rekordbeteiligung beim 16. Fuldaufermarathon: 31 Läuferinnen und Läufer trafen sich am Morgen des 12. Dezember auf dem Parkplatz der Georg-Büchner-Schule im Roßpfad an der Fuldatalstraße. Seit die mehrmals im Jahr stattfindende Veranstaltung im Dezember 2010 ins Leben gerufen wurde, starteten noch nie so viele Teilnehmer an der kleinen Veranstaltung. Organisator Jürgen Haschen nahm die Startgelder entgegen, die wie gewohnt einer Kindertagesstätte gespendet werden sollen.

Bei kühlem, sonnigem Wetter begab sich die ungewohnt große Gruppe auf die hinlänglich bekannte Runde, auf der folgende markante Punkte passiert wurden: Klärwerk Kassel, Kleingärtnergelände Schützenplatz, Hafenbrücke, Kasseler Hafen, Kleingärtnergelände Helleberg, Sandershausen, Spiekershausen, Zufahrt Kragenhof, Staustufe Wahnhausen, Fuldaschleife bei Simmershausen, Roter Kater und Graue Katze, Naturschutzgebiet Fuldaschleuse Wolfsanger, Landhaus Meister, Georg-Büchner-Schule.

Drei Verpflegungspunkte, wie immer fürsorglich betreut von Helga Iffert und Christa Orth, ließen keine Wünsche offen. Als die Läuferschar am Sandershäuser Friedhof eintraf, stand schon das Versorgungsfahrzeug mit einem Kofferraum voller Leckereien und Getränken bereit, und auf einem Klapptisch standen heißer Tee und ebenso heiße Brühe. Genüsslich und in aller Ruhe konnten sich die Teilnehmer stärken. Man ließ sich Zeit, plauderte miteinander, freute sich über den herrlichen Tag und setzte sich erst nach einer ausgiebigen Pause wieder in Bewegung.

Am Ortsausgang von Spiekershausen begann die einzige nennenswerte Steigung der Fuldauferrunde: Sie war etwa 700 Meter lang und mündete oberhalb der beiden talüberspannenden Eisenbahnbrücken in die Zufahrt zum Gut Kragenhof. Dort gab es zum zweiten Mal die üppige Marschverpflegung aus dem Begleitfahrzeug der beiden Damen. Erneut folgte ein minutenlanger Stopp.

Nach Überquerung der überdachten Holzbrücke bei Simmershausen wurde zum dritten Mal eine Läuferrast eingelegt. Auf dem sich anschließenden Abschnitt bis kurz vor dem Hotel und Restaurant Roter Kater und Graue Katze war der Boden teilweise matschig und voller Pfützen. Im weiteren Verlauf konnte man erstmals den neu fertiggestellten Abschnitt des Hessischen Radfernweges R1 nutzen. Im Sommer musste man noch die parallel verlaufende Fuldatalstraße nehmen.

Zurück an der Georg-Büchner-Schule, es waren fast 2:20 Stunden vergangen, stiegen 14 Läuferinnen und Läufer aus. Sie beließen es beim Halbmarathon. Die anderen 17 konnten sich zum vierten Mal einen Imbiss und Getränke genehmigen, bevor sie sich an die zweite Runde wagten. In dieser wiederholten sich die oben erwähnten Verpflegungspunkte.

Obwohl nicht ganz ausgeruht, nahm Heiko Rammenstein zum mittlerweile vierten Mal in Folge am Fuldaufermarathon teil. Anders als beim 15. Fuldaufermarathon im Juli dieses Jahres scheute er die zweite Runde nicht. Begleitet wurde er über weite Strecken von Sylvia Peter aus Wolfhagen und Peter Orth aus Vellmar. Der nette redselige Senior übergoss die beiden anderen mit einem nicht enden wollenden Schwall voller Läuferweisheiten und Sporterlebnisse vergangener Tage und strotzte nur so vor Elan. Immer wieder mahnte er die wesentlich Jüngeren, das Tempo zu drosseln, wenn diese sich von vermeintlich davonstürmenden Läufern zur Eile drängen ließen. Grundlagenausdauerlauf im gleichmäßigen Tempo, lautete seine Maxime. Er lobte, fragte nach dem Befinden, gab allerlei Tipps und beäugte kritisch den unrunden Laufstil vor ihm laufender Zeitgenossen. Sylvia erkor ihn gar zu ihrem persönlichen Trainer, was natürlich nicht ganz ernst gemeint war. So zogen sie relativ gleichmäßig ihres Weges, und sie steuerten, wie von Peter prognostiziert, auf eine Zeit von unter 4:45 Std. hin.

Als sich aber andeutete, dass auch noch die 4:40 Std. unterboten werden könnten, zog Peter, entgegen seiner zuvor geäußerten Prinzipien, das Tempo an. Ab der Grauen Katze ging die Post ab. Zu der Zeit befand sich auch Jürgen Haschen noch in der Gesellschaft des Trios. Sylvia und Heiko blieben zunächst einträchtig gleichauf mit den zwei „alten Hasen“. Auf den letzten zwei Kilometern machte sich jedoch Heikos suboptimale Unausgeruhtheit bemerkbar, frei nach dem Motto: „Stehst du Stunden an der Tanke, sagen deine Beine: Danke!“ Daher musste er die anderen ziehen lassen und erreichte erst nach 4:41:20 Std. die Georg-Büchner-Schule. Dabei stellte er fest, dass die Strecke etwa einen Kilometer länger war als ein klassischer Marathon.

Ein letztes Mal konnten die Marathonläufer sich an Speis und Trank erfreuen. Helga Iffert hängte allen Ankömmlingen Medaillen um und Jürgen verteilte in einer kleinen Siegerehrung die vorbereiteten und nur durch die Laufzeiten sowie Platzierungen ergänzten Urkunden. So endete die kleine aber feine Veranstaltung. Die nächste Gelegenheit zur Teilnahme besteht schon in fünf Wochen: Am 16. Januar 2016 soll der 17. Fuldaufermarathon stattfinden. Heiko ließ sich bereits in die Starterliste eintragen – und hofft, am Vorabend frei zu haben!


Ergebnis Fuldaufermarathon

Heiko Rammenstein

4:41:20 Std.

2. M45



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