Pressearchiv 2017

25.09.17  |  2017  |  geschrieben von Heiko Rammenstein

44. BMW Berlin-Marathon am 24.09.2017

43.852 Anmeldungen bei Deutschlands größtem Marathonlauf – der 44. BMW Berlin-Marathon sprengte hierzulande alle Dimensionen! Läuferinnen und Läufer aus allen möglichen Ländern der Erde waren angereist, um durch die Straßen Berlins zu rennen und das einzigartige Flair sowie das begeisterungsfähige Publikum zu erleben.  

Der Marathon fand am Tag der Bundestagswahl statt. Zig Tausende von Berlinerinnen und Berlinern mussten Umwege oder Wartezeiten in Kauf nehmen, um zu ihren Wahllokalen zu gelangen. Um ihnen den Gang dorthin zu erleichtern, wurden die Startzeiten der einzelnen Blöcke des Marathons entzerrt und Querungshilfen, von Helfern beaufsichtigt, geschaffen. 

Einmal durch das Brandenburger Tor laufen! Was zu Zeiten der geteilten Stadt undenkbar war, gehört seit 1990 zum Highlight des Berlin Marathons. Wenige hundert Meter nach Durchlaufen des symbolträchtigen Bauwerks endete der Marathon dort, wo er begonnen hatte: Auf der Straße des 17. Juni, unweit des Starts. 

Als der Marathon gestartet wurde, war die Siegessäule im dunstigen Nebel eines leicht verregneten Morgens verschwunden. Nieselregen sorgte für hohe Luftfeuchtigkeit und nasse Straßen. Trotzdem kam der Sieger bis auf 35 Sekunden an die Weltrekordmarke, vor drei Jahren an Ort und Stelle, aber bei besseren Wetterbedingungen erzielt, heran. 

Von der Marathonabteilung des KSV Baunatal starteten:  

Sandra Roth bei ihrem ersten Marathon.

Reno Walter als ihr Begleitläufer.

Tobias Flörke, der seinen Startplatz bei einem Gewinnspiel des Laserline Druckzentrums, ansässig in Berlin, gewonnen hatte.

Manuel Lecke, der seine Topzeit vom diesjährigen Wien-Marathon (3:50:50 Std.) verbessern wollte.

Hermen van Kammen auf der Jagd nach einer schnelleren Zeit als beim letztjährigen Amsterdam Marathon (3:48:59 Std.).

Heiner Jatho, für den dasselbe galt (Amsterdam-Zeit: 3:34:11 Std.) und dessen Trainingsplan auf 3:15 Std. ausgelegt war. 

Seine mitreißenden Eindrücke schilderte Heiner, der hier zitiert wird: 

Bereits am Samstagvormittag begann das Wochenende mit dem ganz gemütlichen Frühstückslauf bei besten Wetter. Der Lauf wurde am Schloss Charlottenburg gestartet und endete mit dem Einlauf ins Olympiastadion. Echt irre!“ 

Heiner brachte in seinem erst 2. Marathon ein bewundernswert gleichmäßiges Rennen auf die Straße. Zwar ließ er zwischen km 35 und 40 etwas nach, aber dafür lief er auf den letzten zwei Kilometern deutlich schneller als zuvor. Seine phantastische Endzeit von 3:16:53 Std. entsprach der Verdoppelung seiner Halbmarathon-Durchgangszeit (1:38:28) bis auf 3 Sekunden. Ein idealer Rennverlauf also, der eine neue persönliche Bestzeit zur Folge hatte. Was macht es schon, dass er sein selbstgestecktes Ziel, unter 3:15 Std. bleiben zu wollen, nicht ganz erreichte? Er schrieb von einem „grandiosen Laufevent“, einer „unglaublichen Stimmung an der Strecke, welche die Zuschauer tatsächlich über 42,5 km aufrecht erhielten“, kurzum, sie war „ein Motivationsturbo mit Gänsehautfeeling!“ 

Stets bedacht, den Kilometerschnitt unter 5 Minuten zu drücken, lag Hermen nach 1:44:28 Std. bei halber Strecke und weit darüber hinaus noch gut auf Kurs. Aber auch bei ihm zeigte die Leistungskurve zwischen km 35 und 40 nach unten, sodass sein Ziel, unter 3:30 Std. zu bleiben, ernsthaft gefährdet war. Genau wie Heiner konnte er jedoch auf dem Rest der Strecke noch einmal zulegen und leistete mit seiner Endzeit von 3:29:57 Std. Maßarbeit. 

Manuel konnte bis km 30 seine Sollzeiten noch einhalten, bekam dann aber Probleme. In dem Abschnitt bis km 40 büßte er Zeit ein, die er auf den letzten zwei km nicht mehr ausgleichen konnte. Deutete zwischendurch alles auf eine Endzeit von unter 3:50 Std. hin (Halbmarathon-Durchgangszeit: 1:53:18 Std.), blieb die Uhr schließlich nach 3:51:04 Std. für ihn stehen. Damit verfehlte er die Zielzeit des Wien-Marathons um lediglich 14 Sekunden. Er kommentierte sein Ergebnis schnörkellos: „Der Schmerz vergeht, der Stolz bleibt, auch wenn ein paar Sekunden zur Bestzeit gefehlt haben!“ Mit lapidaren Worten fügte er hinzu: „Es war ein Hammer Mega Event!“ 

Tobias nutzte die per Losglück zustande gekommene Teilnahme zu einem entspannten Lauf, bei dem er die tolle Atmosphäre umso bewusster wahrnehmen konnte. Zwar deutete seine Halbmarathon-Zeit von 1:55:03 Std. auf eine Endzeit von deutlich unter 4 Std. hin, aber im späteren Verlauf machten sich doch der kraftraubende Münster Marathon, der erst zwei Wochen zurücklag, und die geringe Regenerationszeit bemerkbar. Seine Zeit von 4:08:22 Std. war jedoch nebensächlich. Im Vordergrund standen Spaß und Stimmung. 

Die Feuertaufe ihres allerersten Marathonlaufs bestand Sandra, motivierend begleitet von Reno, bravourös. Nach 4:29:57 Std. erreichte sie das Ziel und blieb damit sogar noch unter 4:30 Std. Ganz Gentleman, hielt sich Reno vornehm zurück und überquerte die Ziellinie erst 2 Sekunden später (4:29:59 Std.). Eine treue Fangruppe der Marathonabteilung war extra nach Berlin gereist, um Sandra bei ihrer Marathon-Premiere am Streckenrand anzufeuern. Die umjubelte Debütantin war überwältigt von dieser überraschenden Unterstützung, die ihr „so gut getan“ hatte und die sie „grandios“ fand. Ihr Gesamteindruck: „Es war phänomenal!“

 

Ergebnisse:

 

Name

Nettozeit h

Bruttozeit h

AK-Platz

Platz M/W

Heiner Jatho

3:16:53

3:19:27

742. M40

3688. M

Hermen van Kammen

3:29:57

3:51:43

711. M50

6408. M

Manuel Lecke

3:51:04

4:19:15

1714. M30

11553. M

Tobias Flörke

4:08:22

4:29:44

3034. M40

16363. M

Sandra Roth

4:29:57

5:20:56

986. W40

5784. W

Reno Walter

4:29:59

5:20:58

3732. M40

20883. M


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