Pressearchiv 2018

05.11.18  |  2018  |  geschrieben von Heiko Rammenstein

46. Bottroper Herbstwaldlauf / Ultramarathon am 04.11.2018

Die kreisfreie Stadt Bottrop liegt im Herzen des Ruhrgebiets, in der das letzte aktive Steinkohlen-Bergwerk dieses größten deutschen Ballungsraums betrieben wird. Allerdings soll dessen Betrieb Ende des Jahres ebenfalls eingestellt werden. Am weithin sichtbaren Förderturm der Zeche namens Prosper-Haniel befanden sich Start und Ziel des Herbstwaldlaufs sowie der Wendepunkt für den Ultramarathon. Die 50 km lange Strecke führte in einem zweimal zu durchlaufenden Parcours durch mehrere Naturschutzgebiete nordwestlich der Stadt: Hiesfelder Wald, Kirchheller Heide, Grafenmühle und Koellnischer Wald. Vereinfacht gesagt führte die Strecke vom Zechengelände aus 3,6 km nach Norden, dann schloss sich ein 17,8 km langer, im Uhrzeigersinn zu laufender Rundkurs im Grünen an, bevor es wieder 3,6 km zur Zeche zurückging. Anschließend musste die 25 km lange Strecke wiederholt werden.

Für Tobias Flörke war der Ultramarathon eine Premiere in der über den Marathon hinausgehenden Distanz. Es war eine kleine, familiäre Veranstaltung mit einem überschaubaren Teilnehmerfeld auf der längsten Strecke, von dem 252 Läufer das Ziel erreichten. Da der überwiegende Teil des Laufs durch Grün- und Waldlandschaften führte, hatte Tobias nicht das Gefühl, sich im Ruhrgebiet zu befinden, das er mit grauem Beton, Asphaltverbauung, rauchenden Fabrikschloten und Kohlegruben verband.

Tobias' Motto für seinen 1. Ultralauf lautete: Hauptsache ankommen! Ein weiser Entschluss! Angedacht war ein 6er Schnitt, den er versuchte, so lange wie möglich zu halten. Schon kurz nach dem Start fand er sein Wohlfühltempo, das er tatsächlich bis zum Schluss durchziehen konnte. Sein größter Respekt galt der Distanz jenseits der bekannten 42,195 Kilometer. Wie würde sein Körper auf diese Dauerbelastung reagieren? Überraschenderweise unproblematisch, denn er war mit seinen Kräften so sparsam umgegangen, dass er seine Reserven gut mobilisieren und das Tempo sogar noch leicht erhöhen konnte, nachdem er es zwischen km 35 bis 37 noch bedenklich zurückgefahren hatte. Ab km 44 bewegte er sich konsequent unter 5:30 Minuten und der letzte Kilometer war mit 5:07 Minuten obendrein der schnellste seines gesamten Laufs.

Mit Freude zur finalen Temposteigerung bis ins Ziel, besser kann man einen Lauf nicht beenden, schon gar nicht einen Ultramarathon! Seine beeindruckende Blanz: 4:48:04 Std. auf 50 km und zwei fast zeitgleiche Runden (die zweite Runde war nur um 28 Sekunden langsamer als die erste) bei einem gesamten Kilometerschnitt von durchschnittlich 5:46 Minuten. Aufgrund dieser überaus positiven Erfahrung wird Tobias bestimmt noch weitere Ultraläufe in den Fokus nehmen.

Ergebnis Ultramarathon 50 km (252 TN):

Name Gesamtzeit 1. Runde 2. Runde AK-Platz Gesamt-Platz
Tobias Flörke 4:48:04 Std. 2:23:48,4 Std. 2:24:16,4 Std. 14. M40 101.


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