U16
Mo, 23.02.2026 / Arnd Gottschalk (Volleyball)
3. Platz bei Hessenmeisterschaft für U16
Große Bühne, starke Konkurrenz und am Ende ein verdienter Platz auf dem Podium: Die U16-Volleyballerinnen des KSV Baunatal haben bei der Hessenmeisterschaft am 21. Februar 2026 die Bronzemedaille gewonnen. Zur Endrunde der sechs besten Teams des Landes reiste der Landesligist in die Volleyball-Bundesligahochburg Wiesbaden – als einziges Team aus Nordhessen, das sich für das Finale qualifizieren konnte.
Dort warteten mit den etablierten Vereinen aus Süd- und Mittelhessen zahlreiche Schwergewichte. Als bester Qualifikant wurde der KSV in der Vorrunde direkt einer anspruchsvollen Gruppe zugelost und traf auf den Tabellenzweiten und -dritten der Oberliga Hessen: die Young Volleys Marburg-Biedenkopf sowie den TuS Kriftel. Der Auftakt gegen Marburg-Biedenkopf verlief jedoch nicht wie erhofft. Zwar galten die Young Volleys als Favorit, doch die Baunatalerinnen hatten sich durchaus Chancen auf ein enges Spiel ausgerechnet. Stattdessen bestimmte Nervosität den Beginn: Probleme in Annahme und Feldabwehr, dazu zahlreiche leichte Fehler, verhinderten einen Rhythmus. Biedenkopf nutzte das konsequent, griff variabel an und platzierte die Bälle präzise in die Lücken. Im zweiten Satz reagierte Coach Arnd Gottschalk und stellte gleich drei Positionen um, um den Block zu stabilisieren. Das im Training einstudierte System griff zunächst nur zögerlich, doch dann zeigte das Team Moral: Ein hoher Rückstand (11:18) wurde in eine knappe Führung (21:20) gedreht, bis zum 23:23 blieb alles offen. Am Ende entschieden jedoch erneut zwei Annahmefehler das Satzfinale – 23:25, die erste Saisonniederlage war perfekt.
Da Marburg-Biedenkopf auch sein zweites Spiel gewann, wurde die Begegnung zwischen Baunatal und Kriftel zum entscheidenden Duell um den Halbfinaleinzug. Diesmal erwischte der KSV einen Traumstart und überrollte den Gegner. Coach Gottschalk hatte eine neue Annahmevariante gefunden, wodurch der gewohnt starke Mittelangriff besser ins Spiel kam und konsequent punktete. Nach dem Seitenwechsel setzte sich Baunatal erneut früh ab (6:2), ließ Kriftel dann aber zurückkommen und gab Satz zwei aus der Hand. Leider schied Kriftels starke Aussenangreiferin Vanessa Hermann verletzt aus, der wir von dieser Stelle gute und schnelle Genesung wünschen! Im Tie-Break zeigte der KSV wieder seine Klasse, dominierte klar und sicherte sich das Ticket fürs Halbfinale.
Dort wartete mit VC Wiesbaden I der erwartete Brocken – schließlich werden in Wiesbaden Talente für den Bundesliganachwuchs geformt. Doch Baunatal stemmte sich mit viel Einsatz gegen die Übermacht und erzielte mit 17:25 und 20:25 ein respektables Resultat, das auch im Vergleich zum späteren Finale bestehen konnte. Im Spiel um Platz drei kam es schließlich zum Duell mit DSW Darmstadt I, das der KSV bereits in der Qualifikation zweimal deutlich bezwungen hatte. Satz eins wurde erneut zur Demonstration: 25:10. Danach riss der Faden, Unsicherheiten in Annahme und Abwehr brachten Darmstadt zurück. Beim Stand von 20:24 schien Satz zwei verloren, doch ein mutiger Außenangriff von Melike Harman leitete die Wende ein. Fei Wang übernahm anschließend Verantwortung am Aufschlag und glich mit drei harten, präzisen Services zum 24:24 aus. In der Verlängerung behielten Ivanna Zvierieva und Denise Aliyev die Nerven – 27:25, Bronze gesichert. Mit diesem Ergebnis setzt der KSV Baunatal als Newcomer ein deutliches Ausrufezeichen – und unterstreicht die erfolgreiche Arbeit von Cheftrainer Horst Dristram: Im Finale traf Baunatal ausschließlich auf Vereine mit langer Volleyballtradition und einer starken Struktur bis in Ober-, Regional- und Bundesliga.
Ergebnisse:
Gruppenphase:
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Volleys Marburg-Biedenkopf 1 - |
KSV Baunatal : |
2:0 / 50:41 (25:18 25:23) |
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TuS Kriftel 1 - |
KSV Baunatal |
1:2 / 46:58 (15:25 25:18 6:15) |
Halbfinale
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VC Wiesbaden 1 - |
KSV Baunatal |
: 2:0 / 50:37 (25:17 25:20) |
Spiel um Platz 3:
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KSV Baunatal - |
DSW Darmstadt 1 |
: 2:0 / 52:35 (25:10 27:25) |
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